Wie die 13.JT-Open abliefen ist mittlerweile bekannt und wird schon in Legenden an die nĂ€chsten Generationen weitergegeben. In vielen tollen Fotos von Torsten Napierala und sogar filmerisch von Julia Zablotny sind sie optimal festgehalten. Aber wie haben eigentlich diejenigen abgeschnitten, deren Namen der tollste Wettkampf des Jahres trĂ€gt? Wie lautet die Geschichte des Junior Teams an diesem letzten Juni Tag…?
Als jĂŒngste Athletin ging Nora HĂŒbscher in der Altersklasse W7 fĂŒr das Junior Team auf groĂe Punktesuche. Dabei bewies Nora, dass sie nicht nur in anderen Sportarten topfit, sondern auch eine vielseitige Leichtathletin ist. Starke 2,52m im Weitsprung und beachtliche 3:39,79min im 800m-Lauf lauten ihre fulminanten Resultate. Mit 9,99 Sekunden im Sprint erzielte sie wohl auch noch den schönsten Zahlenwert des Tages.
Ebenfalls bĂ€renstark ĂŒber die zwei Stadionrunden lief Frida Schumacher, die in schnell-lockerem Tempo ihrem Lauf weit vorne beendete und fantastische 3:31,56min benötigte. Lenya Petters (die zuvor im Werfen einen schwungvollen 18-Meter-Versuch raushaute) lieferte sich ein packendes Rennen mit Schloss NeuhĂ€userin Maxi Bolte und Helmerns Julia Kloppenburg. Gemeinsam hielten sie die
Geschwindigkeit extrem hoch, sodass sich Lenya ĂŒber eine sensationelle Zeit von 3:18,35min freuen durfte. Lara Schulte lief bei dieser Gruppe zunĂ€chst etwas zu optimistisch mit und musste dem hohen Tempo Tribut zollen. Den gröĂten Applaus von den zahlreichen Zuschauern auf der Zielgeraden gehörte dann aber ganz allein ihr. Auch ihre 2,73m im Weitsprung können sie fröhlich stimmen.
Gleich fĂŒnf Athletinnen bot das Junior
Team in der Altersklasse W10 auf. Nadine Bardehle zeigte super Leistungen in allen Disziplinen, blieb im 50m Sprint mit 8,95 Sekunden unter 9-Sekunde Marke und war im Laufen mit 3:25,41min zĂŒgig unterwegs. Fiona Hammerschmidt kĂ€mpfte ebenfalls stark und war im Weitsprung mit tollen 3,62m eine
der besten. Besonders in den Laufdisziplinen bewies Maike Polonyi ihre FĂ€higkeiten: 3:13,43min auf 800m und schnelle 8,48sec im Sprint brachten ihr viele Punkte. Eine wahre Spitzenzeit konnte Tara Armstrong mit 8,23 Sekunden von der Laufbahn mitnehmen. Mit einem Paukenschlag beendete Nina HĂŒbscher den Wurfwettbewerb als ihr Ball nach einer groĂartigen Strecke von 29,50m erstmals wieder den BĂŒrener Boden berĂŒhrte.
Bei den Jungs war Max Milkereit (M9) der jĂŒngste Starter des Junior Teams. Max zeigte sich in spontanen ProbewĂŒrfen mit Wurftrainer Herbert Volk stark verbessert, konnte in seinem letzten Versuch im Wettkampf aber nicht ganz an die schon erzielten Weiten anknĂŒpfen. Er war dafĂŒr aber auf der abschlieĂenden 800m-Strecke mit 3:53,19min gut unterwegs.
Auch Nils Devereux und Titus Schumacher bewiesen eindrucksvoll,Â
dass sie bei den FuĂballspielen ihres Vereins SV Upsprunge wohl diejenigen sind, die die beste Kondition haben. Titus ĂŒberquerte die Ziellinie nach 3:01,47min,
Nils knackte sogar die 3-Minuten Marke mit 2:58,46min. Erfreulich zuvor war noch Titus 8-Sekunden-Zeit auf 50m (8,96sec) und Nils 3,18m im Weitsprung. Ihr Teamkollege Fabian Hildesheim hatte ebenfalls viel SpaĂ bei diesem besonderen Mehrkampf und bestach besonders mit seinen 31,5m im Werfen.
Tom Henkemeier konnte bei den 11-jĂ€hrigen in seiner Paradedisziplin Laufen mit 2:59,02min die 3-Minuten-Grenze unterbieten. Bei seinem DebĂŒt fĂŒr das Junior Team sammelte Lars Sprenger zahlreiche Punkte. Als eines der gröĂten Salzkottener Wurftalente der vergangenen Jahre, kam er in seiner Spezialdisziplin auf 38m, war aber auch in den anderen Wettbewerben stets vorne mit dabei.
Im FĂŒnfkampf der Ă€lteren JahrgĂ€nge wurde die ruhige Kugel zur Abwechslung mal nicht geschoben, sondern gestoĂen. Mit 5,95m erzielte Emily Devereux hier zwar nicht gerade die Weltjahresbestleistung, war in ihrem Jahrgang aber stĂ€rkste Salzkottenerin und darf (bei nur zwei Mal Ăben im Vorfeld) zufrieden mit sich sein. Auch der 75m-Sprint gelang ihr -wie dem gesamten Junior Team- auf der schnellen BĂŒrener Bahn mit Bravour. 11,91 Sekunden -ĂŒber 4/10 schneller als noch vor einer Woche in Höxter- bescherten Emily zahlreiche Punkte. Auch Luisa HoĂfeld durchbrach mit 11,82sec deutlich die 12-Sekunden-Schallmauer und ĂŒberzeugte darĂŒber hinaus noch mit tollen 28,5m im Werfen.
Luca-Sophie Kleibohm sprintete eine Zehntelsekunde schneller als Luisa und zeigte auch in den anderen Disziplinen mehr als solide Leistungen. Bei Anna-Sophie Meyer war an diesem Tag der Weitsprung die Punktemaschine, obwohl der Wettbewerb nicht ganz optimal lief. 3,42m bedeuteten aber ein vergleichsweise gutes Ergebnis, denn viele SĂ€lzerinnen blieben an diesem Tag unter ihrem sonstigen Leistungsniveau, was wohl noch der Umgewöhnungsphase auf einen Weitsprungwettbwerb ohne Zone zu schulden ist. Auch Cosima Schumacher blieb unter ihrer bisherigen Leistung – allerdings im 75m-Sprint, wo 11,98sec eine neue persönliche Bestleistung mit mehr als drei Zehntelsekunden Verbesserung bedeuteten. Nach
einem Triathlon den Tag zuvor, war auch ihre 800m-Zeit von 2:55,72min aller Ehren wert. VerlĂ€sslich wie ein Schweizer Uhrwerk waren wieder die Top-Resultate von Lea Szielasko. Super schnelle 10,94sec auf 75m, wieder ânormaleâ 4,25m im Weitsprung und ein Wahnsinns-800-Meter-Lauf mit Marie Trepczyk aus Höxter, der ihr eine beachtliche Zeit von 2:43,01min einbrachte.
In der Altersklasse W13 waren Tanja Polonyi, Elena Devereux und Lilieth Schumacher erfolgreich aktiv. Tanja und Elena ĂŒberquerten beide mit schnellen Zeiten
die Ziellinie im 75m-Sprint (11,40sec
und 11,44sec). WĂ€hrend Elena mit guten 7,07m im KugelstoĂen brillierte, gewann Tanja vor allem mit 26m im Werfen Punkte. Lili war im Sprint pfeilschnell unterwegs und verpasste letztlich eine 10er-Zeit nur um Sekundenbruchteile. Ihre betrĂ€chtlichen Wurfergebnisse aus den Vorwochen konnte sie mit erneut starken 38m bestĂ€tigen und mit talentierten 8,09m aus dem KugelstoĂen ergĂ€nzen. Den 800m-Lauf bestritten alle Salzkotten-99ers mit viel Herz und blieben geschlossen unter 3-Minuten.
Nach langer Pause war auch Kim Sarah Luchs wieder aktiv. TrainingsrĂŒckstand scheint sie im Werfen mit 43,5m nicht zu haben. Beim Weitsprung musste sie bei zwei UngĂŒltigen und einem Sprung mit dem falschen FuĂ aber mit 3,66m zufrieden sein. Leider holte Kim sich eine Zerrung und konnte bei den 800m nicht mehr teilnehmen.
Im Sprint der 13-jĂ€hrigen SchĂŒler lieferte sich Tom Bredewald mit Sudhagens Fabian Hermelingmeier ein packendes Rennen. Tom erwischte den besseren Start, der anfangs erarbeitete
Vorsprung schmolz aber mit jedem Meter Richtung Ziellinie und war letztlich genau bei der Lichtschranke aufgebraucht: 10,77 Sekunden hielt diese fĂŒr die beiden Sprinter fest. Auch beim Werfen landete Tom mit tollen 42,5m ganz vorne. Louis Large startete diesmal fĂŒr seine englische Schule, bei der auch sein Bruder Patrick aktiv war. Louis lief die 800m mit 3:05,56min stark.
Bei den vier 98er SĂ€lzern war die Altersklasse traditionell nur um Ostwestfalenmeister Michael Schulte aus FĂŒrstenberg ergĂ€nzt. Owen Ross, der ebenfalls schon einmal den Sprinttitel bei den Bezirksmeisterschaften gewann, konnte in einem fulminanten 100m-Lauf den
groĂen FĂŒrstenberger in einem unglaublich knappen Finish schlagen und sich ĂŒber eine starke neue Bestzeit von 12,51sec freuen. Mit dieser Zeit hĂ€tte er bei den WestfĂ€lischen Meisterschaften vor einer Woche den 5. Platz im Endlauf erzielt. Aber auch auf der lĂ€ngeren Strecke fĂŒhlt sich der geschwindte EnglĂ€nder scheinbar wohl. Owens 800m-Zeit von 2:40,87min lĂ€sst wohl viele Sprinter neidisch werden. Tobias Langen trat bei der 100m-Königsdisziplin mit 12,96 Sekunden in den erlauchten âKreis der schnellen Kerleâ ein; die 42m im Ballwurf gaben zwar
vergleichsweise wenig Punkte, sind aber trotzdem eine klasse Leistung. Die vollbrachte auch Laurent Tahiri, fĂŒr den in jeder Disziplin ansehnliche Werte die Ergebnisliste schmĂŒcken. Weite 49m im Werfen und sehr gute 4,83m im Weitsprung, aber auch kĂ€mpferische
2:36,11min im 800m-Lauf bezeugen einen engagierten Wettkampf von ihm. Dies lĂ€sst sich auch von Gardy Einhorn berichten. Er sprang bei all seinen SprĂŒngen ĂŒber fĂŒnf Meter und verschenkte bei seiner neuen persönlichen Bestleistung von 5,05m sogar noch die gesamte BrettflĂ€che. Beim Werfen gelang ihm mit beachtlichen 56,5m die Tagesbestweite. Mit 2:34,42min auf der Mittelstrecke konnte er auch nochmal ordentlich Punkte sammeln.
Coach Rupert Richards, der an diesem Tag auch immer eine Auge auf die Veranstaltung selbst werfen musste, freute sich auĂerordentlich ĂŒber die vielen persönlichen Bestleistungen. Die elektronische Zeitnahme und der Umzug ins BĂŒrener Stadion hat sich sehr gelohnt.